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           Darmstädter Echo, Seite 3, Dienstag, 10. August 2010

 
 

 

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Gefasst

heißt noch nicht bestraft

Afghanistan - Manch ein Attentäter hat sich nach seiner Verhaftung flugs wieder freigekauft

VON CAN MEREY

 

NEU-DELHI. Reflexartig verlangen Politiker nach tödlichen Anschlägen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Nicht anders im Fall der nun im Nordosten Afghanistans ermordeten Helfer und Ärzte, unter denen auch eine Deutsche war. So dringt die Bundesregierung "auf eine Bestrafung der Urheber dieses Verbrechens". Die Erfahrung zeigt:

Selbst im unwahrscheinlichen Fall, dass sie gefasst werden, landen die Täter längst nicht immer im Gefängnis.

 

Im Mai vergangenen Jahres gelang einer deutschen Elite Einheit im Norden Afghanistans ein Coup: Nach einer stundenlangen Verfolgungsjagd nahmen die Soldaten einen Taliban- Anfhrer gefangen, der im Verdacht stand, Anschläge gegen die Bundeswehr verbt zu haben. Der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Jung erklärte: "Jeder, der unsere Soldaten und die unserer Alliierten in Afghanistan angreift, muss wissen, dass er bekämpft und zur Verantwortung gezogen wird."

 

Der Verdächtige namens Abdul Rasik wurde der Staatsanwaltschaft in Kabul bergeben. Der damalige Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Christian Schmidt, sagte: "Der wird in Afghanistan hoffentlich zgig verurteilt nach den vereinbarten rechtsstaatlichen Grundsätzen."

Doch in Kabul verliert sich die Spur. Wo man auch recherchiert: Von einem Prozess oder gar einem Urteil ist niemandem etwas bekannt. Nicht auszuschließen ist, dass Abdul Rasik in einem Geheimgefängnis landete. Ebenfalls möglich ist, dass er sich einfach wieder freikaufte.

So machte das jedenfalls ein Taliban- Kommandeur namens Mullah Sorch Nakaibullah, der in der sdafghanischen Provinz Helmand fr Angriffe auf britische Truppen verantwortlich gewesen sein soll. Er sagte gegenber der BBC im Januar 2008, er sei bereits dreimal von Sicherheitskräften gefangen genommen, gegen Schmiergeld aber immer wieder freigelassen worden. Im damals letzten Fall seien 15000 Dollar gezahlt worden.

 

Afghanische Polizei und Justiz gelten als hochkorrupt. Die Taliban ihrerseits haben viel Geld unter anderem aus dem Drogengeschäft, das wiederum die Korruption befeuert. Manche Drahtzieher von Anschlägen werden von amerikanischen Sondereinheiten gezielt getötet. Die Bundeswehr darf das nicht. Ein deutscher Hauptmann in Kundus sagte vor einiger Zeit, seine Soldaten hätten Verdächtige gefasst und der Polizei bergeben. Die Polizisten hätten die Gefangenen vor den Augen der Soldaten wieder laufen gelassen.

 

Etliche Anschläge nicht nur auf die Truppen, sondern auch auf ausländische Helfer und Journalisten blieben in den vergangenen Jahren ungeshnt. Nach einem Angriff auf Mitarbeiter von "Ärzte ohne Grenzen", bei dem im Jahr 2004 zwei Ausländer und zwei Afghanen starben, zog sich die Hilfsorganisation bis zum vergangenen Jahr aus Afghanistan zurck. Vor dem Abzug erklärte sie, die afghanische Regierung habe bei der Aufklärung des Anschlags versagt.

Ein weiteres Beispiel ist der Mord an den Deutsche- Welle Mitarbeitern Karen Fischer und Christi an Struwe im Sommer 2006. Als auch ein Jahr später niemand zur Rechenschaft gezogen worden war, sagte der Deutsche Welle-Intendant Erik Bettermann, es werde "höchste Zeit, die Täter dingfest zu machen und die Hintergrnde der Tat offenzulegen". Passiert ist - kaum berraschend nichts.

 

 

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