ܡ Kabulnath



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutsch




 

 

 

 

 

 
 

   

ی

Ratbil Shamel Aahang

    

 
ǘ ی

Friedensgespräche, die keine sind

 

 

ی ۲۵ ی ی-یی ی ǘ ی . Ԙ ی یی ی ϡ ی ی Ԙی ی-یی . ی ی . ی ی ϡ ی ی ی ǘ ی Ͽ ی ϡ یی ǘ. ѐ ی ی ʡ ی ǘ ی Ͽ
ی ی Ԙ ʡ یی ی ϡ ی ی ی یی ی ی ی ی ǘ ی . ǘ ی ی ی ی ی ی ی ی ی .
۲۰۰۵ ǘ " یی" ی ϡ ژӡ ی ی یی ی ی ی . ی ی ی یѡ ی ی ی ی ی ی. ی ϐ یی ی ی ی ͘ Șی . ͘ ی ی ی ی ۹۰ . ی ی ی ی ی ی ی .

ی ی ی ی ǘ ǘ ͘ ی . ǘ ی ی ی ی ی ی ی یی ی ی یی ی .
ǘ ی ی ی یی ی Ϙی "ی " ی. ی ی ی ی ͘ یی . ی ی ͘ . ی ی ی ǘ ی ی ی ی ی ϡ ی : ۴۶ ی ی ی یی ی . ی Ԙ ی ی یی ی ی ی یی ی . ی ی ی ϐ ی ی یی ییی ی یی ϡ یی ǘی ϡ .

ی Ȑ یی ی یی ͘ ʡ ی ی ی ی ی ی ی ی ی ͘ . ی ی ی ǘ ی ǘ ϡ ی ی ͘ ی- ی ی ی .
ی ی ی ی ی ی ی Ͽ ی ی ǘ ی ی ی ی ی ی یی ی . ی ی ی ی ی ی یی ی یی ی . ی ی ѐ ی ی ی ی .
ی ی ی ǘ ی ǘی ی Ә ی یϡ ϡ ی .

 



Die US-Regierung hat es offiziell bestätig, dass es Friedensgespräche mit den Taliban gegeben hat und beide Seiten zu einem guten Ergebnis gekommen sind. Einige Wochen zuvor hatte der US-Präsident berraschend angekndigt, die US-Soldaten aus Afghanistan abzuziehen. Alles in allem erfreuliche Nachrichten: die US-Soldaten ziehen ab, die Taliban machen Frieden. Doch so einfach war die Lage in Afghanistan noch nie. Diese Meldungen kommen zu einer Zeit, wo die Terrortruppe der Taliban auf dem Vormarsch sind und afghanische Regierung nicht einmal in der Lage ist in der Hauptstadt Kabul fr die Sicherheit zu sorgen.

Zudem fanden die sogenannten Friedensgespräche nicht in Afghanistan statt, sondern in dem reichen arabischen Land Katar. Bei diesen Verhandlungen, die sechs Tage angedauert haben, waren die Mitglieder der afghanischen Regierung nicht anwesend. Die Taliban lehnen es strikt ab mit der Kabuler Regierung zu verhandeln. Der afghanische Präsident wird von den Taliban nicht anerkannt und als Marionette der USA bezeichnet. Die USA als verbndeter und Finanziers der afghanischen Regierung haben die Bedingungen der Taliban akzeptiert und verhandelten direkt und ohne Kabul mit der Terrormiliz.
Friedensverhandlungen machen aber erst dann Sinn, wenn die beteiligten Kriegsgegner gleich stark sind, ihre eigenen Entscheidungen treffen können und zu der Überzeugung gekommen sind, dass der Krieg nicht zum Sieg fhren kann. Hier ist der Fall so, dass die USA scheinbar so schnell wie möglich Afghanistan verlassen möchten. Der US-Regierung ist offensichtlich das Schicksal der Demokratie und der Menschen in Afghanistan völlig gleichgltig. Die andere Seite, die Taliban, fhlen sich in der absolut besseren Position und wissen, dass die Zeit fr sie arbeitet. Vor diesem Hintergrund kann man nicht von Friedensgesprächen sprechen, sondern von Verhandlungen ber den bevorstehenden Abzug der USA. Was nach dem Abzug der US-Kräfte kommen kann, ist den Afghanen allzu bekannt. Das Land wird wie nach dem Abzug der Sowjettruppen 1989 in Brgerkrieg und Chaos versinken.

Aber warum diese pessimistische Prognose? Weil die afghanische Regierung viel zu schwach ist, um fr Ordnung zu sorgen. In den letzten vier Jahren hat es laut den Berichten der UNO und der afghanischen Regierung mehr als 90 000 Opfer gegeben. Die Polizei und Armee sind weder gut ausgebildet noch sind sie mit den notwendigen Waffen und Material ausgestattet. Zudem ist die afghanische Regierung zutiefst korrupt und zerstritten. Der afghanische Präsident, der mit vielen Versprechungen, untersttzt von den USA, an die Macht kam, entpuppte sich als ein ideenloser Populist, der die bestehenden ethnischen Konflikte in der Gesellschaft noch wesentlich vergrößerte. Ferner kämpfen viele Regional- und Weltmächte wie die USA, China, Russland, Indien, Iran, Saudi-Arabien und Pakistan mit unterschiedlichsten Zielen um Macht und Einfluss in Afghanistan. In dieser Gemengelage darf man die Taliban nicht vergessen.
Nun ist es bekannt, dass die militärische Gruppe, die von allen Seiten als Taliban bezeichnet werden, ein Produkt des pakistanischen Geheimdienstes ist, das vor rund 25 Jahren gegrndet wurde. Die Terrortruppe, die als Taliban bekannt geworden ist, ist mit dem Ziel ins Leben gerufen worden, um die Herrschaft Pakistans in Afghanistan zu sichern. Pakistan kämpft seit seiner Grndung nach dem zweiten Weltkrieg gegen den benachbarten Indien. Islamabad hat große Angst davor, dass sich Indien und Afghanistan gegen Pakistan verbnden könnten. Vordiesem Hintergrund versucht Pakistan mithilfe der Terrortruppe der Taliban die Herrschaft in Afghanistan an sich zu reißen.
Das alles ist der US-Regierung bekannt. Nun stellt sich die Frage, warum die USA, die seit 17 Jahren die Taliban bekämpfen und stets Verhandlungen mit den Terroristen abgelehnt haben, jetzt mit den Fhrern der Taliban in Katar am Verhandlungstisch setzen? Wollen die USA Afghanistan den Taliban, also Pakistan berlassen? Wenn ja, warum? Auf diese Fragen können keine eindeutigen Antworten gegeben werden. Die Außenpolitik der USA ist zurzeit höchst irritierend. Doch eins ist sicher: Die Gespräche mit der Terrorgruppe der Taliban haben die Position der afghanischen Regierung extrem geschwächt.
Eine schwache Regierung in Kabul wird den Menschen in Afghanistan keinen Frieden bringen, sondern ganz im Gegenteil: der Krieg wird fr viele Jahre weiter gehen. Vor diesem Hintergrund sind die Gespräche zwischen den USA und den Taliban keine Friedensgespräche, denn sie werden nicht mit Ziel gefhrt, Frieden zu bringen.

 

  ۳۲۹                             ۱۳۹۷          ی  یی   ی   ۲۰۱۹