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Die Entstehungsgeschichte von Diwali/Dipawli

 

Hassan Naseri

 
 

a)    Die Entstehungsgeschichte von Diwali/Dipawli

 

Vor ungefähr 6000 Jahren kam ein Prinz namens Rama in der Stadt Ayodhya zur Welt.

Weißt du, wo das ist? Genau im Norden von Indien!

Seine Mum hieß Kaushalya und sein Dad war Dashrath – damals die Königin und der König von Indien.

 

Schon bei seiner Geburt hat das klar geworden: Dieser Kid ist was Besonderes, weil er die blaue Hautfarbe hatte. Die Hindus sagen, Rama war Mega hübsch.

Darum spielen bei Festspielen oft die hübschesten Mädchen seine Rolle, denn keiner Jungs soll hübscher sein als Rama!

 

Rama war der erste Sohn von Königin und König.

Als Rama älter wäre, sollte er eigentlich König nach seinem Vater werden.

Aber König Dashrath hatte drei ehe Frauen. Die jüngste davon, Kekai, mochte er am liebsten.

Vor Jahren hatte Kekai ihm im Krieg sogar das Leben gerettet. Er versprach ihr dafür zwei Wünsche von sie zu erfühlen.

Kekai hatte eine Spezialdienerin, Manthara, die ihr schon bei ihrer Hochzeit von ihres Elternhaus mitgekommen.

Als Rama dann zum König werden sollte, quatschte Manthara Kekai ein, jetzt die zwei versprochende Wünsche einzufordern:

•           Statt Rama soll ihr eigener Sohn Bharat König werden.

•           Rama soll für 14 Jahre ins Exil – solang er in Ayodhya wäre, wollte niemand, dass jemand außer Prinzess Rama der König werden. 

 

Kekai wollte das erst gar nicht, weil sie auch Rama echt cool findet. Aber am Ende ließ sie sich von Kekai überzeugen.

King Dashrath fand das alles mies.

Bharat, Ramas Halbbruder, war auch nicht happy und brach mit seiner Mum.

Rama aber, der immer fair und mutig war, verzichtete freiwillig, weil sein Papa sein Wort halten muss.

Also ging er ins Exil, zusammen mit seiner Frau Sita und seinem Halbbruder Lakshman (dessen Mum war Sumitra, die zweite Frau vom König Dasharth).

Bald darauf wurde Bharat doch König, wollte das aber nicht richtig und ging zusammen mit Königlichesfamilie und Ministern Rama suchen, als der König starb.

Rama meinte, er will erst nach 14 Jahren zurückkommen, wie Versprochen des Papas.

Bharat akzeptierte, wohnte aber nicht im Schloss, sondern macht es sich in einer Hütte bequem und schwor: „Kommst du nicht pünktlich, bring ich mich um!“ Rama versprach, pünktlich zu sein.

 

Rama reiste mit Sita und Lakshman durch die Wildnis immer weiter nach Süden.

Kurz vorm Ende ihrer versprochene Zeit bauten sie sich in Nashik Walt eine Hütte.

Eines Tages tauchte Shurpanakha, die Schwester vom König von Lanka, im Nashik Wald auf und verliebte sich in Prinzess Rama.

ER zeigt ihr Sita und sagt, dass er schon verheiratet ist.

Korb! Shurpanakha wird eifersüchtig und will Sita töten, aber Lakshman durchkreuzt den Plan und schneidet ihr die Nase ab.

 

Sie rennt zu ihrem Bruder Ravana und stellt unter, dass sie für ihm eine krass hübsche Frau gefunden hätte, kriegt dafür aber auf die Nase (wortwörtlich).

Ravana macht sich auf, mirt Krieg und verhexen entführt Sita mit seinem magischen Flugding Pushpak Viman.

 

Sita wirft Schmuck aus dem Flieger, damit Rama und Lakshman ihr folgen können.

Jatayu, ein netter, cooler Riesen-Vogel, versucht sie zu retten, aber Ravana schneidet ihre beiden Flügeln.

 

Rama und Lakshman finden Jatayu, der ihnen alles erzählt und dann auf Rama Arm stirbt.

Mit Hilfe von Affen (Hanuman und Sugrivah) finden und befreien sie Sita nach langem Kampf gegen Ravana.

Nun ist aber der Gefahr so groß, dass Rama Prinzess und anderen Exilanten vor Ablauf der 14 Jahre nach Ayodhya nicht zurückkern schaffen. Dann wird Bharat sein Leben nehmen würde.

Prinzess Rama weist Hanuman an, um er blitzschnell voraus fliegt und gibt Bescheid, dass die Rückkehrer unterwegs sind.

 

Alle schmücken die Stadt mit Lichtern (weil 14 Jahre lang alles dunkel war!).

So ist seitdem das Lichterfest Diwali entstanden, das jedes Jahr 5 Tage lang fett gefeiert wird.

 

b) Wie feiert man Diwali & die Lehren daraus?

1.         Tag: Die Leute putzen ihre Häuser und dekorieren alles mit Blumen und buntem

            Sand.

2.         Tag: Sie nehmen ein Bad und reiben sich mit duftenden Ölen ein.

3.         Tag: Überall werden Kerzen, Laternen und Lichter angezündet und die Türen

            geöffnet, damit viel Licht reinkommt – aus Dankbarkeit!

4.         Tag: Da geht’s um Ehepaare – Ehemänner und -frauen feiern sich gegenseitig.

5.         Tag: Zum Abschluss ist Geschwistertag; Schwestern sprechen ein Spezialgebet (Bhāi

            Phota) für ihre Brüder.

 

Wichtige Werte dabei: Mut, Treue, Freundschaft, Fairness und dass das Gute über das Böse siegt, Licht und Wissen über Dunkelheit.

 

Sita steht für Mut und Geduld, Rama für Gerechtigkeit und Zuverlässigkeit, Hanuman zeigt, wie stark Freunde sind, und die Hilfe der Tiere macht klar: Mit Teamwork klappt alles besser!




 

 

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491. Ausgabe                                                                      21 Jahrgang                                    01.11.2025